Inmitten des Marktfleckens steht auf einem breiten Anger die im 14. Jahrhundert gebaute frühgotische Basilika, deren Schiffe durch Pfeilerarkaden von einander getrennt sind. An den Halbkreistriumphbogen schließt der kreuzrippengewölbte Chor an. Im 15. Jahrhundert wird das Mittelschiff erhöht und mit Maßwerkfenstern ausgestattet. Die Seitenschiffe erhalten Kreuzrippengewölbe. Mitte des 18. Jahrhunderts wird das Mittelschiff mit einem barocken Tonnengewölbe mit Stichkappen überspannt. Im Westen der Kirche wird der massive Glockenturm errichtet. Er hat ein dreifach abgestuftes gotisches Westportal und in den darüber liegenden Geschossen Schießscharten. 1799 wird der Glockenturm um ein Geschoss erhöht und erhält sein heutiges spitzes Dach.
Inmitten des Marktfleckens steht auf einem breiten Anger die im 14. Jahrhundert gebaute frühgotische Basilika, deren Schiffe durch Pfeilerarkaden von einander getrennt sind. An den Halbkreistriumphbogen schließt der kreuzrippengewölbte Chor an. Im 15. Jahrhundert wird das Mittelschiff erhöht und mit Maßwerkfenstern ausgestattet. Die Seitenschiffe erhalten Kreuzrippengewölbe. Mitte des 18. Jahrhunderts wird das Mittelschiff mit einem barocken Tonnengewölbe mit Stichkappen überspannt. Im Westen der Kirche wird der massive Glockenturm errichtet. Er hat ein dreifach abgestuftes gotisches Westportal und in den darüber liegenden Geschossen Schießscharten. 1799 wird der Glockenturm um ein Geschoss erhöht und erhält sein heutiges spitzes Dach.
Der Barockaltar wurde laut einer Inschrift 1797 aufgestellt. Im Zentrum des Altars ist ein hölzernes Kruzifix, dahinter eine Darstellung Jerusalems. Das Mittelbild wird von Säulen und zwei Holzplastiken des Moses und Johannes flankiert. Im Oberteil des Altars ist eine Darstellung des Auferstandenen mit Siegesfahne, daneben zwei Engelfiguren. Der Altar ist mit den Wänden des Chores durch hölzerne Wände verbunden. Als Autor des Altars wird Johann Folbarth aus Schäßburg erwähnt.
Die Kanzel hat eine spätgotische Brüstung mit Fischblasenornamentik. Der barocke Baldachin trägt die Jahreszahl 1777.
Johannes Hahn hatte 1765 eine Orgel gebaut, von welcher das Gehäuse geblieben ist. Eine neue Orgel wurde 1900 von Karl Einschenk im historischen Gehäuse gebaut. Sie hat zwei Manuale, Pedal und 15 Register.
Das dreifach abgetreppte gotische Westportal hat Rund- und Birnstabprofilierung. Die Schlußsteine im Chor der Kirche weisen Rosette und Doppelkreuz auf.
Von einer Ringmauer, die 1666 erwähnt wird und auf einer Zeichnung des 19. Jahrhunderts zu sehen ist, sind heute keine Reste übrig, sie wurde 1870 abgetragen.
| 1228 | Das Gebiet, auf dem Tekendorf und andere Dörfer liegen, war im Besitz des „comitis Coquinus". Dieses Adelsgeschlecht ist unter dem Namen Kökényes-Renold bekannt. Es soll im 12. Jahrhundert aus Frankreich eingewandert sein. |
|---|---|
| 1300-1400 | Bau einer frühgotischen Basilika, deren Schiffe durch Pfeilerarkaden voneinander getrennt sind. |
| 1315 | Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes unter dem Namen („Theke"). |
| 1486 | Michael de Zob, Besitzer des Dorfes, stellt für Tekendorf einen Freibrief aus, der in den folgenden Jahrhunderten oft bestätigt wird. Durch diesen Freibrief wird die Rechtslage von Tekendorf jener sächsichen Dörfer auf Königsboden größenteils angeglichen. Die Marktverwaltung und die niedere Gerichtsbarkeit ist in den Händen der Marktobrigkeit, die aus einem Marktgräfen und Geschworenen des Dorfes besteht. |
| 1579 | Der Magistrat von Tekendorf, bestehend aus dem Markgräfen und 12 Geschworenen, schreibt an den Magistrat von Hermannstadt, er möge Handwerker aus dem Dorf unterstützen und in Zünfte anderer Städte aufnehmen. |
| 1661 | Der Ort wird von türkischen Truppen niedergebrannt. |
| 1688 | Die „alte Burg" wird nicht mehr benützt, weil in der Mitte des Marktes Kirche und Schule mit einer Ringmauer umfaßt sind und gegen Überfälle Schutz gewähren. |
| 1753 | Das Mittelschiff wird mit einem barocken Tonnengewölbe überspannt und nördlich der Kirche eine Vorhalle errichtet. |
| 1799 | Der Glockenturm erhält ein zusätzliches Geschoß, und das Kirchendach wird mit Ziegeln gedeckt. |
| 1870 | Eine Ringmauer, die 1666 erwähnt wird und auf einer Zeichnung des 19. Jahrhunderts zu sehen ist, wurde 1870 abgetragen. Heute sind keine Reste mehr übrig. |
| 1896 | Im Ort leben 2360 Einwohner, davon 1126 Sachsen, 599 Magyaren, 451 Rumänen und Zigeuner, 184 Juden, Armenier und andere. |
| 1909 | Der alte Chor wird abgetragen und ein neuer Chor mit polygonalem Abschluß errichtet. |
| 1944 | Im Herbst verlassen die meisten Sachsen den Ort. |
| 1996 | An der Kirche wurden beträchtliche Schäden festgestellt, die dazu führten, dass die Kreisbehörden Reparaturarbeiten veranlassten. |