Zisterzienserkloster Kerz

Cistercian Monastery Cârţa in Cârţa
Cistercian Monastery Cârţa in Cârţa
Cistercian Monastery Cârţa in Cârţa
Cistercian Monastery Cârţa in Cârţa
Cistercian Monastery Cârţa in Cârţa
Cistercian Monastery Cârţa in Cârţa

Das Westportal

Das Westportal hat ein Kapitellfries mit Laubwerkdekoration. Das vierfach abgetreppte Gewände hat Birnstab-, Achteck- und Rundstabprofile zwischen Hohlkehlen, in denen Reste von Wandmalerei erhalten sind. Über dem Portalgiebel ist ein großes Radfenster, dessen Maßwerk verschwunden ist.

Der Altar

Auf einem Steintisch aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts steht ein Altar aus dem 18. Jahrhundert, der 1751 erneuert worden ist. In der Predella sind Grablegung, Abendmahl und Geburt Jesu dargestellt. Das Mittelbild ist eine Kreuzigung, flankiert von Plastiken, die Petrus und Paulus zwischen je zwei Säulen darstellen. Auf dem Architrav stehen zwei Engelfiguren, dazwischen ein Gemälde: Christus in Gethsemane, darüber eine Holzplastik des Auferstandenen. Barocke Schleierbretter ergänzen das Gesamtbild.

Die Abteigebäude

Südlich der Kirche stehen die Ruinen des Abteigebäudes aus dem 13. Jahrhundert. Vom östlichen Flügel des Klosters ist die Mauer gegen den Hof erhalten. An den Wänden des Ostflügels sind Reste von Kreuzrippengewölben, Konsolen, Fenster und Lisenen, die die Wand gliedern, noch vorhanden. In der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts bis 1506 werden Reparaturarbeiten an den Klostergebäuden durchgeführt. Um das Kloster und die Kirche gab es eine Umfassungsmauer, von der allerdings keine Reste erhalten sind.

Geschichte

1200 - 1300 Bau einer dreischiffigen turmlosen Basilika im Stil der Zisterziensergotik mit Mittelschiff, niedrigen Seitenschiffen, Querschiff und Chor.
1202 Das Kloster wird von einer zisterzienserabtei vom Banat aus gegründet
1223 Der Geistliche Magister Gocelinus schenkt den Berg des Heiligen Michael samt der Kirche und dem Dorf Michelsberg (Cisnădioara) südlich von Hermanstadt dem Kloster Kerz. Die Schenkung wird von König Andreas II. bestätigt. Dieses ist die erste urkundliche Erwähnung von Kerz.
1241 Das Kloster wird durch die Mongolen zerstört.
1343 Der Erzbischof von Esztergom bei Budapest nimmt auf päpstlichen Auftrag hin die Kerzer Abtei in seinen besonderen Schutz. Er stellt dabei fest, daß die Abtei von „schismatischen Rumänen" vollkommen zerstört und ihres Besitztums entblößt worden sei.
1356 in Kerz leben 13 Mönche
1398 König und spätere Kaiser Sigismund besucht das Kloster Kerz.
1421 Türken zerstören die Kerzer Abtei samt der Klosterkirche.
1439 Abt Michael verzichtet auf sein Amt und begründet diesen Entschluß mit seinem hohen Alter und den Angriffen, denen das Kloster seitens der Türken und Rumänen ausgesetzt ist.
1474 König Matthias verfügt die Auflösung der Abtei. Der gesamte Besitz des Klosters geht an die Hermannstädter Stadtpfarrkirche. Vom Abteieinkommen sollen die Bauarbeiten an der Hermannstädter und Kerzer Kirche bezahlt werden.
1602 Der kaiserliche Feldherr Basta lagert mit seinen Truppen in der Nähe von Kerz.
1803 Durch eine Hofentscheidung wird betont, daß die Bewohner von Kerz Untertanen von Hermannstadt sind.

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